THOMAS JASPERT:
»Rechteck«

1. – 23. April 2022
Mi-Sa: jeweils 15-18 Uhr

Eröffnung:
Freitag, 1. April – 19 Uhr
Einführung: Sebastian Mends-Cole

Hinweis:
8. April, 19 Uhr
Filmvorführung:
»Wie geht Bokel« – Ein Heimatfilm von Elsabe Gläßel

Während der Öffnungszeiten und der Dauer
der Veranstaltung bitten wir um Einhaltung der
jeweils aktuellen Corona-Maßnahmen.

Thomas Jaspert zeigt in dieser Ausstellung Skulpturen aus einheimischen Hölzern. Er verändert und entfremdet realistische Ausschnitte und kombiniert Formen und Materialien.
»Das Rechteck ist unsere Erfindung. Ein von Menschen erdachtes Ordnungsprinzip, das wir der Natur entgegen setzen – ein Gegenentwurf zur organischen Form. Mit ihr machen wir unsere Besitzansprüche geltend, markieren unser Gebiet, ziehen Grenzen. Kantige Symbole unserer Anwesenheit und unserer Macht. Wir verformen unsere Welt.
Das Rechteck ist ein Denkprinzip. Es vereinfacht unsere Planung und unser Handeln. Eine fragile Handlungssicherheit inmitten einer Welt voller Möglichkeiten. Rechteck vermittelt das Gefühl Recht zu haben. Die Zeichen totalitärer Macht sind kantig.
Die Ausstellung »Rechteck« steht im Spannungsfeld zwischen Klimakatastrophe, Corona und Krieg. Der Versuch einer Annäherung an das Denken und Handeln in einer Zeit, in der wir am Rand einer Klippe stehen.
Eine Zeit, in der wir lernen neu zu denken.«
Thomas Jaspert ist Bildhauer und Biologe und lebt und arbeitet in Bokel.

Der Bokel-Film:
»Wie geht Bokel«

8. April 2022
19 Uhr

»Wie geht Bokel« – Ein Heimatfilm von Elsabe Gläßel
Deutschland 2020
Regie: Elsabe Gläßel
Filmdauer: 90 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung

Hinweis:
Während der Öffnungszeiten und der Dauer
der Veranstaltung bitten wir um Einhaltung der
jeweils aktuellen Corona-Maßnahmen.

»Am 21. Juni 2020 feierte der neue abendfüllende Dokumentarfilm von Elsabe Gläßel seine Premiere im »Savoy« in Bordesholm. Das Porträt einer außergewöhnlichen Dorfgemeinschaft in unserer Nachbarschaft ist nicht nur eine Hommage an das Kunst-Dorf Bokel, sondern zeigt auch, wie dem Veröden von Dörfern lebhaft entgegen gewirkt werden kann.

Gleich zwei Dörfer mit dem Namen Bokel hat Schleswig-Holstein zu bieten. Aber nur eins, das fast im geographischen Mittelpunkt des nördlichsten Bundeslandes, im Kreis Rendsburg-Eckernförde liegt. Mit rund 600 Einwohnern eine kleine Gemeinde, aber mit großem Engagement! Bürger die tatkräftig anpacken und auch vor neuen Ideen nicht zurückschrecken. So soll zum Beispiel ein außergewöhnlicher Gemeinderatsbeschluss umgesetzt werden: Bau eines Lehmbachofens! Brot backen auf dem Dorfplatz im 21. Jahrhundert. Die Gemeinde erblüht mit neuen Ideen und menschlicher Vielfalt, seit vor fast 30 Jahren die ersten Alternativen ins Dorf kamen. Daraus entstand ein Schmelztiegel für Menschen mit traditionellen und alternativen Lebensweisen.
Den Bau des öffentlichen Lehmbackofens hat die Filmemacherin Elsabe Gläßel nicht mit der Kamera begleiten können, weil die Umsetzung schlichtweg noch nicht begonnen hat. Aber viele Eindrücke, Begegnungen und Interviews lassen eine Nähe zu den Protagonisten erkennen, die den Film zu einer sehr persönlichen Sicht auf das Dorf werden lassen, dessen Geheimnis Yao Holschen, Zirkuswagenbauer, der drei Jahre in Bokel lebte, bevor er wieder in seine Heimat Ostfriesland zurückkehrte, mit drei Worten zusammenfasst: Freiraum, Toleranz, Akzeptanz«.

www.elsabe-film.de